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Umfrage zum Export von Ingenieur- und Architekturdienstleistungen im Rahmen des Forschungsprojekts: Dienstleistungsexporte von Ingenieurbüros – Innovative Finanzierungsmodelle und Vernetzung iff - institut für finanzdienstleistungen e. V. | 2007 Johannes Prahl, B.A., Bankkaufmann Achim Tiffe, Rechtsanwalt, Dr. jur., Dipl. Politologe Zusammenfassung
1. Umfrage Die Umfrage erfolgte von November 2006 bis Januar 2007 unter deutschen Architektur- und Ingenieurbüros in Form einer Onlinebefragung. Es konnten dabei 225 vollständig verwertbare Fragebögen gewonnen werden. Die Datenbasis zeichnet sich neben der erfreulich hohen Zahl an Teilnehmern durch eine gleichmäßige Verteilung zwischen Architekten und Ingenieuren aus. Die Teilnehmer sind sowohl hinsichtlich ihrer Betriebsgröße gut verteilt, als auch nach im Export aktiven und nicht aktiven Büros. 2. Länderpräferenzen Die EU ist mit deutlichem Abstand der bevorzugte Wirtschaftsraum für den Export, danach folgen europäische Staaten außerhalb der EU, Arabischen Staaten und Russland. Die EU ist dabei bei Teilnehmern mit Exportgeschäft deutlich weniger beliebt als bei jenen ohne Auslandserfahrung. 3. Schwierigkeiten Die Schwierigkeiten bei Geschäften im EU-Ausland sind geringer als beim Export in die übrige Welt. Architekten und Ingenieure ohne Erfahrungen im Exportgeschäft sehen im Zusammenhang mit einem Auslandsengagement grundsätzlich mehr Schwierigkeiten als ihre Kollegen mit Exporterfahrungen. 4. Informationen/Kontakte Die am meisten genutzten Informationsquellen für das Auslandsgeschäft sind eigene Netzwerke und Kontakte. Die häufigste Form der Kontaktaufnahme Geschäftspartnern im Ausland sind direkte Kontakte durch deutsche Generalplaner. Verbände sind als Informationsquelle gut, spielen aber für Kontakte zu ausländischen Geschäftspartnern nur eine untergeordnete Rolle. NAX nutzen 39 Prozent als Informationsquelle, iXPOS nur 8 Prozent. 5. Finanzierung Über 40 Prozent der Befragten kalkulieren keine konkreten Kosten ihrer Leistungen in der Akquisitionsphase. Die Finanzierung der Vorleistungen in dieser Phase erfolgt häufig über den relativ teuren Kontokorrentkredit. Das Mitbringen von Fremdleistungen wird häufig erwartet und kann somit einen Wettbewerbsvorteil darstellen. 6. Absicherung gegen Zahlungsausfall Im Rahmen eines Auslandsgeschäfts ist eine aktive Absicherung gegen Zahlungsausfälle die Ausnahme. Mehr als 90 Prozent der Befragten Architektur- und Ingenieurbüros halten die staatlichen Exportgarantien (Hermesdeckungen) für ihr Exportgeschäft für ungeeignet oder können diese nicht beurteilen. 7. Erwartungen an eine Exportförderung Die häufigste Erwartung an eine Exportförderung ist die Vermittlung von Kontakten, gefolgt von Hilfen bei der Vertragsgestaltung, Hinweise auf Ausschreibungen und zu Instrumenten für die Exportabsicherung. Hilfen bei der Finanzkalkulation und der Projektfinanzierung sind insbesondere für potenzielle Exporteure wichtig.
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